Ferdinand Gabriel Fuckel (1700-1753) - Forstmeister in St. Petersburg

(Bernd Josef Jansen)

Die folgenden Bilder und Angaben zum beruflichen Wirken des Ferdinand Gabriel Fuckel entstammen dem von Dr. rer. silv. habil. Bernd Bendix verfassten Artikel "FERDINAND GABRIEL FUCKEL (1700-1753) – Wegbereiter einer modernen Forstwirtschaft in Russland." In: Allgemeine Forst- und Jagdzeitung, J.D. Sauerländer’s Verlag Bad Orb, 186. Jg. 2015, Heft 7/8. Ihm bin ich für die Überlassung seines Manuskriptes und der freundlichen Erlaubnis, dieses als Grundlage für meinen Text benutzen zu dürfen, zu besonderem Dank verpflichtet.  

 

Familie

 
Ferdinand Gabriel Fuckel wurde in Helmstedt geboren und im dortigen Ludgerikloster am 16. November 1700 getauft. Sein Vater Johann Fuckel (+ 15. Dezember 1733) war Jäger und Förster des Klosters. Anscheinend stammte er aus Schwaben, denn bei seiner am 18. Februar 1683 in Helmstedt St. Ludgeri erfolgten Hochzeit wird er als "suevus" bezeichnet. Seine Ehefrau war die aus Süpplingenburg stammende Juliana Law(en). Das Paar bekommt in den folgenden Jahren 9 Kinder. Die etwa 1684 geborene und 1741 gestorbene Tochter Anna Catharina heiratete am 24. November 1705 in Helmstedt Johann Adam Steinhausen (+ 1740), den Förster der Johanniter-Komturei in Süpplingenburg. Der älteste Sohn Johann Friedrich Wilhelm Fuckel, getauft am 30. September 1686, beerdigt am 14. Mai 1756 in Helmstedt, wurde Nachfolger seines Vaters als Förster des Ludgeriklosters und heiratete vor 1728 eine Johanna Elisabeth Gertrud Mullers. Die am 2. April 1689 getaufte Tochter Anna Juliana Fuckel heiratete am 26. November 1709 Johannes Matzky (auch Maxki, Mazki und Matzen geschrieben), den Kornmeister des Klosters und Wirts des "Goldenen Engel". Eine im September 1691 notgetaufte Tochter Anna Maria Fuckel starb direkt nach der Geburt. Anna Dorothea Elisabeth Fuckel, getauft am 17. November 1692, heiratete vor 1717 einen Joachim Carolus Brandis aus Hildesheim. Die beiden folgenden Kinder Bernardus Casparus (getauft 12. September 1695) und Christina (getauft 30. Januar 1697) werden später nicht mehr erwähnt. Als jüngstes Kind wird am 13. September 1706 Sophia Catharina Fuckel getauft. Im Taufeintrag steht Sophia Elisabeth, bei der Geburt ihrer Kinder wird sie aber stets Sophia Catharina genannt, bei ihrer Beerdigung am 16. April 1778 auf dem Ludgerifriedhof heißt sie wiederum Sophie Elisabeth Gutjahr geb. Fockeln. Ihr Ehemann war Johann Heinrich Gutjahr, der in Helmstedt geborene und am 4. Juli 1702 in St. Stephani getaufte Sohn des gleichnamigen Bäckermeisters (später Ratsdieners, Marktmeisters und Schreibers des Klosters Althaldensleben und des Klosters Hamersleben) und der Margaretha Elisabeth Mählers (Maler). Das Paar muss vor 1732 geheiratet haben, denn in diesem Jahr wird ihr erstes Kind in Helmstedt getauft. Johann Heinrich Gutjahr (junior) wir 1735 als Gerichtsschreiber des Klosters bezeichnet, 1733 ist er "Notarius", 1748 und 1758 Notar und Organist des Stiftes St. Ludgeri, er stirbt als Wirt des Gasthofes "Zur Grünen Tanne" in Helmstedt und wird am 31. Dezember 1778 auf dem Stephanifriedhof begraben, nachdem er kurz vorher am 30. Juni 1778 als frisch gebackener Witwer noch seine zweite Frau Johanne Juliane Heinrike Marnitz geheiratet hatte. Diese war Tochter des Helmstedter Maurermeisters Johann Conrad Marnitz und der Elisabeth Wöhlecke.
 

Kindheit und Ausbildung

 
Johann Georg von Langen (1699-1776)
Johann Georg von Langen (1699-1776)
Auch wenn über seine frühen Jahre keine gesicherten Informationen vorliegen, darf man davon ausgehen, dass Ferdinand Gabriel Fuckel als Kind eine Schule besucht hat, in der ihm die Kenntnis der lateinischen Sprache sowie der klassischen Fächern Grammatik, Rhetorik und Dialektik vermittelt wurden. Zuerst wäre hier an die Lateinische Stadtschule in Helmstedt zu denken, die als Einrichtung des Rates allerdings protestantisch geprägt war und deswegen für den Sohn katholischer Eltern weniger attraktiv war. Eventuell ist auch ein Unterricht direkt im Ludgerikloster möglich gewesen. Ein Universitätsstudium ist für Fuckel nicht nachzuweisen. Wichtiger und interessanter ist seine forstwissenschaftliche Ausbildung, über die es aber leider ebenfalls keine Belege gibt. Eine Jagd- und Forstlehre wird er (wegen des Fehlens von Forstschulen im niedersächsischen Raum zu dieser Zeit) bei seinem Vater absolviert haben, da dieser ja selber Förster war. Nach Aussage des russischen Forsthistorikers Georgi Redjko soll er „... bevor er 1727 in Russland eintraf, in den Wäldern an der Elbe, im Fürstentum Braunschweig-Lüneburg und Blankenburg tätig gewesen...“. Dieser Verweis lässt einen Kontakt zum Braunschweig-Lüneburgischen Forst- und Oberjägermeister Johann Georg von Langen (1699-1776) vermuten, der ab 1722 die "unteren Blankenburger Forsten" kartographierte und bei dem Fuckel seine Ausbildung vertieft haben könnte. Vielleicht wurde er durch die Vermittlung von Langens später den Russen als geeigneter Kandidat vorgeschlagen. Zwei Aktennotizen aus seinem frühen Berufsleben sind überliefert: „Den 18. Xbr. 1719 ist Gabriel Fuckel Forsterbursche bey Bartling beeydiget worden“, ebenso „Den 20. Junii 1726 haben die beeden Jager Bursche Georg Wilhelm Heyer und Ferdinand Gabriel Fückel vorstehenden Ayd nebest Erbhuldigungs Eydt abgeschworen.“
 

In St. Petersburg

 

Schon Zar Peter der Große hatte, angeregt durch die während seiner Reisen 1697/98 durch das westliche Europa gemachten Erkenntnisse, eine Reform des russischen Forstwesens begonnen. Hierzu hatte er nach 1701 erstmals deutsche Forstleute ins Land geholt, die die dortigen Waldbestände erfassen und pflegen sollten. Ab 1722 wurde die Forstverwaltung dem St. Petersburger Admiralitätskollegium unterstellt, denn für den Schiffsbau wurde qualitativ hochwertiges Holz benötigt. Speziell Eichen für die Schiffsrümpfe und Lärchen für Schiffsmasten waren sehr begehrt und wegen der schlechten Bewirtschaftung der russischen Wälder in der nötigen Anzahl und Qualität nur schwer zu finden. Nach Zar Peters Tod im Jahre 1725 wurden die Anstrengungen noch intensiviert und erneut Forstleute aus Deutschland angeworben. Durch Peters Schwiegertochter Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel bestanden enge Kontakte zum dortige Fürstenhaus. Über diplomatische Kanäle ergingen deswegen wohl auch dorthin Anfragen nach geeigneten Kandidaten, woraufhin die Wahl der Admiralität auf den hier ansässigen Ferdinand Gabriel Fuckel fiel, der mit zwei anderen Forstleuten am 9. November 1726 nach St. Petersburg eingeladen wurde. Über den Hamburger Kaufmann Hermann Goverts d. Ä. wurde ein auf den 14.Juli 1727 datierter Vertrag über eine Anstellung für vier Jahre übermittelt und die drei trafen am 22. August 1727 in St. Petersburg ein. Fuckels Mitstreiter, die Fortmeister Melchior Selger und Johann Valentin Mertsgunmer wurden direkt in das etwa 1.500 Kilometer entfernte Kasan geschickt, um an den Ufern der Wolga und ihrer Nebenflüsse Sura und Swjiaga für den Schiffsbau geeignete Holzbestände zu finden und zu beschreiben, bestehende Eichenbestände zu pflegen, neue anzupflanzen sowie den Transport durch Holzflöße auf den genannten Flüssen zu organisieren. Mertsgunmer kehrte im Herbst 1734 nach Deutschland zurück, während Selger 1742 in Kasan verstarb. Über das Wirken dieser beiden ist relativ wenig bekannt.

Fuckels für vier Jahre geltender Anstellungsvertrag sah folgende Tätigkeiten vor: Begutachtung der im europäischen Teil Russlands liegenden Wälder und Erfassung der für den Schiffsbau geeigneten Bestände; Anbau und Pflege neuer Wälder sowie Schutz vor Holzdiebstahl. Zu seiner Unterstützung sollte er sechs Forsteleven erhalten und diese ausbilden. Sein Gehalt wurde auf jährlich 600 Taler (russische Jefimoks) festgelegt, zusätzlich erhielt er für jeden Forsteleven 50 Rubel zusätzlich.
 
Unverzüglich nach Eintreffen in Russland nahm Fuckel seine Arbeit auf. Schon im Herbst 1727 vermaß und beschrieb er, zusammen mit seinem Landvermesser Nemtimow, die Wälder von Jaroslawl bis zum Oberlauf der Wolga in der Provinz Nowgorod sowie die am Swir, dem Hauptzufluss des Ladogasees im Kreis Olenetsk gelegenen Waldgebiete. Es folgten im Jahren darauf die Wälder rund um den Ilmensee und entlang des Flusses Wolchow, der den Ilmensee und den Ladogasee miteinander verbindet. 1729, 1730 und 1735 bereiste er überwiegend die entlang des "Schwarzen Flusses" um Ustjuzensk und Sestrorezk in der Provinz Wyborg gelegenen Gebiete und stelle dort die für den Schiffsbau geeigneten Lärchenbestände unter Schutz. 1731 besuchte er in der Grafschaft Koporskaja verschiedene Schlösser und Landsitze, um dort für die Anpflanzung von Eichen geeignete Standorte zu finden, worüber er im folgenden Jahr dem Admiralitätskollegium Bericht erstatte. Sein im März 1732 dazu erstellter Entwurf "Wie Eichenwälder zu säen und zu pflegen sind" fand Eingang in das kaiserliches Dekret "Über Waldanbau für die Flotte Ihrer kaiserlichen Majestät" vom 21. Oktober 1735. Hierin wurden Grundbesitzer angewiesen, Eichen zu säen und zu pflanzen. Eine weitere Ausarbeitung von ihm trägt den Titel "Sonderregelungen für die Lage der Forstmeister und ihrer Untergebenen."
 
Im Jahre 1734 lief sein Arbeitsvertrag aus, er blieb aber freiwillig weiter in Russland. Da in seinem ersten Vertrag von 1727 eine Anpassung seines Gehaltes an den geänderten Wechselkurs nicht berücksichtigt worden war, verlangte er eine Anhebung seiner Bezüge und die Gleichstellung seines deutschen Forstmeistertitels mit dem Rang eines russischen "Waldmeisters". Gemeinsam mit seinem Landvermesser Leutnant Talischew erfasste und kartierte Fuckel im Sommer und Herbst 1735 die Wälder um Nowgorod. Die hier liegenden Gutsherrschaften lagen oft nur wenige Meilen von der Ostsee entfernt und waren für den Eichenanbau besonders gut geeignet, allerdings stießen die neuartigen staatlichen Auflagen für die Eichenzucht bei den Grundherren oft auf wenig Gegenliebe.
 
Zur späteren Nutzung als Schiffsmasten hatte schon Zar Peter der Große in der Nähe der Kronstädter Werft die Anlage eines Lärchenwaldes geplant. Unter seiner Nachfolgerin Zarin Anna wurde dieser Plan endlich verwirklicht. Die Admiralität beauftrage Fuckel damit, in der Gegend des 61. Breiten- und 53. Längengrades diesen Wald mit Saatgut der Sibirischen Lärche aus Archangelsk anzulegen. Fuckel inspizierte hierzu im Frühjahr 1738 das Gelände in der Wyborger Provinz und fand in dem 60 km nördlich von St. Petersburg gelegenen Ort Raivola [Roschtschino-Lintulowska] zwei geeignete Flächen. Am 7. April 1728 traf das Saatgut aus Archangelsk in St. Petersburg ein und Fuckel bekann mit seiner Arbeit, die er ausführlich in seinen Manuskripten beschrieb:
 

         „Die beschafften [Lärchen-]Samen aus der Stadt Archangelsk sind meiner Beobachtung nach zu warm aufbewahrt worden. So beschloß ich als erstes, den gemachten Fehler einigermaßen mit Hilfe von Wärme und Feuchtigkeit zu korrigieren, damit die Samen sogleich im ersten Sommer keimten und die Keime gut Wurzeln schlugen; zu diesem Zweck verfuhr ich folgendermaßen.
         Nachdem ich Ende April am Saatplatze angelangt war, verfertigte ich ziemlich viele, kleine, flache Tröge, die ich in eine Grube auf einen sonnigen Abhang setzte, wo die Samen vor kalten Winden geschützt waren. Als jedoch warme Tage kamen, vermengte ich die Samen mit guter Erde, füllte die Tröge mit dieser Mischung, wobei ich jedoch nicht 3 cm Tiefe überschritt, und spritzte jedesmal Wasser darauf, wenn die Erde von der Sonne trocken geworden war, jedoch so sparsam, daß die Erde nicht mit den Samen zu Klumpen vermengt werden konnte. Nachts und bei kalten Winden bedeckte ich die Gruben und Tröge, bei warmen Wetter aber deckte ich sie wieder auf und mengte tagtäglich die Erde durcheinander, damit diese und die Samen weich würden, nicht allzu feucht und nicht allzu trocken.
         Indessen bestimmte ich zwecks Aussaat der Samen die Umgrabung von zwei Flächen, von denen die eine, die vor einem Jahre geschwendet, uneben und stellenweise recht trocken war. Um aber zu verhindern, daß mir der für die Aussaat passende Zeitpunk entginge und um schneller mit der Sache ins Reine zu kommen, ließ ich, nachdem ich diese Stelle als die beste erkannt hatte, die Roggenstoppeln auf dem Felde genügend tief umpflügen, und da Samen, die auf die obige Weise behandelt worden sind, gewöhnlich nach 10 - 12 Tagen keimen, säte ich sie, damit sie nicht vor der Zeit keimten, in das umgepflügte Land jeden 5. bis 8. Tag, nachdem sie mit der Erde vermengt worden waren, und ordnete an, dass sie mit der Egge leicht zu bedecken waren.
         Die andere Fläche war besser, aber vor einigen Jahren war auch sie geschwendet und schon mit Wald, Gebüsch und Gras bedeckt, daß es unmöglich gewesen wäre, sie in so kurzer Zeit ohne große Beschwerden zunächst zu roden und dann für die Aussaat vorzubereiten; deshalb ließ ich das Gras mähen und das Gebüsch verbrennen und ließ diese ganze Fläche west-ostwärts in Furchen von 2 Fuß Breite aufhacken; zwischen den Furchen wurde bloßes Land von 2 Fuß Breite gelassen, teils um die Arbeit zu beschleunigen, teils damit das auf den Zwischenräumen dieser Furchen wachsende Gras die ausgesäten Samen schütze, sobald diese infolge der Sonnenwärme angefangen hätten zu keimen. Als ich aber bemerkte, daß Regen im Anzuge war, säte ich die mit der Erde vermengten Samen und eggte sogleich danach die Furchen um und war so ca. den 20. Mai fertig.
         Die Arbeit gelang so gut, daß die Samen bereits im ersten Sommer äußerst gut keimten. Auf einer Besichtigung des Saatortes nach Jahren (im Juli 1743, d. A.) waren die jungen Lärchenpflanzen auf der ersteren Fläche 4 Fuß hoch (ca. 1,25 m, d. A.) gewachsen und schützten sich mit ihren Ästen gegen den Sonnenbrand, auf der anderen Fläche aber, die gefurcht worden war, waren viele Lärchen zu Boden getreten und vertrocknet und der Wuchs war viel schwächer als auf der ersteren Stelle, da, wie ich zu hören bekam, einmal eine Herde Dragonerpferde in die Umzäunung eingelassen worden war. Die erwähnten Aussaaten geschahen Mai 1738 und diese Aufzeichnungen habe ich im August 1743 angelegt“.

 

Lärche
Sibirische Lärche, Kupferstich aus Fuckels Forstbuch von 1766
Auf insgesamt 1,9 Hektar wurden hier nun 1738 die ersten Lärchen gepflanzt, 1749 berichtete Fuckel dem Admiralitätskollegium, dass in der Nähe auf weiteren 5.143 m² weitere 1.000 Lärchen gepflanzt worden waren und für das folgende Jahr 1750 noch einmal 1.000 m² für den Lärchenanbau vorbereitet werden würden. 1773 und 1805 bis 1820 erfolgten dann erneute Aussaaten bzw. Anpflanzungen. Der Lindulowaja Roscha (Lindulowsker [Lärchen]-Hain) ist seit 1976 ein Naturschutzgebiet von 986 Hektar Fläche und wurde 1990 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Der älteste Teil des Lärchenwaldes ist 23,5 Hektar groß - hier finden sich noch heute alte Lärchenbestände, die zwischen 1738 und 1851 angelegt wurden. Die ältesten, 1738 gepflanzten Bäume sind heute (2017) 279 Jahre alt, im Schnitt 39 m hoch und besitzen einen Brusthöhendurchmesser von 50 bis 52 cm. Fuckel hat sich mit der Begründung dieses Lärchenwaldes ein "hervorragendes Denkmal seiner schöpferischen Tätigkeit" gesetzt.   
 
Die Wälder entlang des Flusses Wischera in der Provinz Nowgorod begutachtete Fuckel 1742 und gab im gleichen Jahr Empfehlungen zur Bekämpfung von Insektenschäden ab. Die Kiefernwälder in der Umgebung von St. Petersburg inspizierte er im April 1744, Mai bis Juni 1746 folgten die Wälder am Peipussee und entlang von dessen Abfluss, der Narva. Im gleichen Jahr begutachtete er auch noch die Wälder um die südlich von St. Petersburg gelegene Stadt Pskow. Zusammen erfasste er dabei 3.000 "Schiffsmastenbäume". Fuckels Arbeitspensum muss enorm gewesen sein, wenn man die zahlreichen Reisen durch das riesige Gebiet bedenkt.
 
Im Dezember 1743 und im Oktober 1746 bat Fuckel um Erhöhung seines Gehaltes und um die Einstufung in den Rang eines russischen Waldmeisters. Hierbei erwähnt er, sein Gehalt betrage derzeit jährlich 565 Rubel, von denen er aber 78 Rubel zur Bezahlung seines Dieners verwenden müsse. Offensichtlich wurden aber beide Anträge nicht positiv beschieden. Im Finnischen Meerbusen erforschte Fuckel im Jahre 1748 Birkeninseln und fertigte dazu Bestandskarten an. Hierbei ermittelte er große Mengen an Kiefern-, Fichten-, Birken- und Erlenholz, die neben dem Schiffsbau auch zur Brennholznutzung und für das Sägewerk in Sestorezk geeignet waren. Nachdem er ab Ende Mai 1749 teils widersprüchliche Befehle zur Erfassung der Wälder im Gebiet um Wyborg erhalten hatte, wurde er entsprechend eines Dekretes vom 1. Mai 1750 nach Kasan geschickt um dort die Unterforstmeistereien Selivanow und Ivanow zu übernehmen und die Eichenwaldwirtschaft zu verbessern. Hierzu wurde ihm ein neuer Arbeitsvertrag mit 700 Rubeln Jahresgehalt, der Titel "Waldmeister" sowie ein Wagen zu Reisezwecken zugesprochen.
 
 

Tod und schriftstellerischer Nachlass

 
Ferdinand Gabriel Fuckel starb am 21. März 1753 in St. Petersburg, wo er auch an heute unbekannter Stelle begraben wurde. Ob er in Russland eine Familie gegründet hatte, ist nicht bekannt. Sein umfangreiches Erbe wurde inventarisiert und ging an seinen Bruder Wilhelm Fuckel (1686-1756) und seine Schwester Juliana Mazki, geb. Fuckel (1689-nach1753) in Helmstedt. Verzeichnet wurden ein typisch russisches Holzhaus mit Stallgebäude, Pferdegeschirr und Karren mit Heu und Hafer. Zur beweglichen Habe gehörten unter anderem ein diamantbesetztes Kreuz, ein Bildnis des Hl. Johannes Nepomuk (auch dies mit einem Edelstein besetzt), ein goldener Ring, eine silberne Rohrpfeiffe nebst einer mit Schildpatt belegten Schnupftabaksdose, ein Tafelgeschirr aus versilbertem Zinn und ein Silberbesteck. 2 erwähnte Gold- und 8 Silbermünzen waren wahrscheinlich Auszeichnungen für seine Tätigkeit in Russland. An Ausständen waren noch 3.000 Rubel offen. Auch seine Arbeitsgeräte wurden verzeichnet: ein Teleskop, ein alter Messingkompass, verschiedene Sägen, ein Werkzeugkasten, eine Jagdwaffe, ein Pulverhorn, zwei Jagdtaschen und verschiedene Pistolen werden genannt. Ein umfangreicher Bestand von 51 Büchern, darunter auch eine Ausgabe der "Berleburger Bibel", zeugen von einem sehr gebildeten Mann
 
In zahlreichen Berichten, die seinen Inspektionsreisen folgten, nahm Fuckel umfangreich Stellung zu Bestand und Pflege der vorgefundenen Waldbestände. Neben dem bereits genannten Schriften "Wie Eichenwälder zu säen und zu pflegen sind" und "Sonderregelungen für die Lage der Forstmeister und ihrer Untergebenen" verfasste Fuckel 1748 eine "Stellungnahme zu den besten Schiffsbauwäldern und ihr vorgefundener Zustand". Um diese Zeit begann er auch mit dem Manuskript seines Hauptwerkes "Sammlung zur Forstwirtschaft", das er am 8. April 1752 vollendete und, mit der Unterschrift seines Vorgesetzten Oberforstmeister Boris Nikitin versehen, der Admiralität vorlegte. Konzipiert war dieses Buch als Leitfaden für Studenten der Forstwirtschaft. Seine zahlreichen Forschungsergebnisse und Versuche in Wyborg, St. Petersburg und Nowgorod sowie der Region um Archangelsk waren Grundlage dieses Werkes. Das in deutscher Sprache verfasste Manuskript wurde noch im Todesjahr Fuckels der Akademie der Wissenschaften zur Diskussion übergeben und in "Forstwirtschaft in Russland" umbenannt. Trotz offensichtlicher Mängel (stilistische Probleme, botanische Unklarheiten) wurde der Text von den Mitgliedern der Akademie positiv bewertet. Nach Ergänzungen und Verbesserungen wurde das Werk schließlich ins Russische übersetzt und 1762 zum Druck freigegeben. Es dauerte aber noch weitere 4 Jahre, bis das Buch 1766 endgültig in einer Auflage von 1.200 Exemplaren gedruckt wurde. 10 Exemplare wurden kurioserweise in Marokko in vergoldete Ledereinbände gebunden, der Rest erhielt einfache Einbände aus Kartonage.
 
Titel des Forstbuches von Ferdinand Gabriel Fuckel 1766
Titelblatt des Forstbuches von Ferdinand Gabriel Fuckel 1766
Der russische Titel des Buches lautet: "Описание естественного состояния растущих в северных российских странах лесов с различными примечаниями и наставлениями как оные разводить, сочиненное на немецком языке Форстмейстером Фокелем, а сo oнего переведенное на российский и по повелению Государственной адмиралтейской коллегии напечатанное. в Санкт-Петербурге при  Морской Шляхетский Кадетский Корпус, 1766"
 
(Übersetzung: Beschreibung des natürlichen Zustandes der in den nördlichen russischen Ländereien wachsenden Wälder nebst verschiedener Bemerkungen und Anleitungen, wie solche anzubauen, verfasst in deutscher Sprache durch den Forstmeister Fokel und aus dieser ins Russische übersetzt und auf Befehl des staatlichen Admiralitätskollegiums gedruckt in Sankt Petersburg ... 1766)
 
Fuckels Werk ist das erste Forstbuch in russischer Sprache und deswegen für die Geschichte der russischen Forstwirtschaft von hervorragender Bedeutung. Das Vorwort schrieb der Universalgelehrte Michail Wassiljewitsch Lomonossow; er bemerkte ".. Dieses Buch, das so sinnvoll und notwendig ist, da bisher noch niemand etwas über die genaue Darstellung der Forstwirtschaft in Russland  geschrieben hat, kommt zu dem Schluss, dass damit die Wissenschaft zu einem genauerem Studium derselben in Russland motiviert sein wird."
 
Inhaltlich ist das 373 Seiten starke Buch zugleich Lehrbuch, Praxishandbuch und Reiseführer. Themen wie Pflanzengeographie, Botanik und Physiologie, Waldökologie, Holzwirtschaft, Waldbau (Forstsaatguternte, Aussaat, Pflanzung, Pflege) und Forstnutzung werden in 29 Kapiteln mit 429 Paragraphen behandelt. Zudem werden die 15 häufigsten Bäume und 11 häufigsten Straucharten in Russland ausführlich behandelt. Jeweils am Ende der Kapitel sind insgesamt 26 Kupferstichtafeln mit Abbildungen von Bäumen und Sträuchern sowie einer Abbildung eines Pflanzbrettes für das Stecken von Eicheln angefügt.
 
Stiel-Eiche, Kupferstich aus Fuckels Forstbuch von 1766
Stiel-Eiche, Kupferstich aus Fuckels Forstbuch von 1766
Fuckels Schlusswort aus seinem Manuskript wurden auch in das Buch übernommen: "Was diese Beschreibung anbelangt, so habe ich sie nur in der Absicht angefertigt, damit die bei mir gewesenen Schüler im Falle, wenn sie in Zukunft andere Holzarten finden, nach mir eine solche Beschreibung anfertigen können. Und so überlassen ich am Schluss mein Werk dem Wohlwollen des geehrten Lesers und bitte, die hier nicht ohne mühevolle Arbeit dargelegten Ausführungen gütigst aufzunehmen und über sie nach wahrhaften Regeln der Forstkunst zu urteilen."  
 
Von russischen Forsthistorikern wird Ferdinand Gabriel Fuckel als "der berühmteste Forstmeister in Russland des 18. Jahrunderts" bezeichnet. Der Waldbauprofessor Michail Michajllowitsch Orlow (1867-1932), schreibt über Fuckel und sein Buch:
 
"Das Jahr 1766 kann als Beginn der russischen Forstliteratur angesehen werden [...]. Dieses Buch ist nur der erste Teil des von Fokel begonnenen und nicht vollendeten Werks; es genügt aber, um den Namen des Verfassers für alle Zeiten mit der russischen Forstliteratur zu verweigen. Fokel kann nach dem nach seinem Tode herausgegebenen, von ihm nicht einmal korrigierten Werk als erster würdiger Repräsentant der geschulten russischen Forstleute angesehen werden. Die Nachfolger erschienen erst lange nach seinem Tode."

 

 

Ferdinand Gabriel Fuckel ist mein Onkel 9. Grades:

Johann Fuckel ca 1660-1733
& 1683 Juliana Law ca 1660-1735/
                                                     __________________|________________________________
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Sophia Catharina Fuckel 1706- 1778   Ferdinand Gabriel Fuckel 1700-1753
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Johann Conrad Gutjahr 1735-1804    
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Franz Anton Gutjahr 1770-1827    
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Margaretha Josepha Henrietta Gutjahr 1804-1867    
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Maria Magdalena Friederika Lüttgenau 1838-1913    
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Henrietta Bröcker 1866-1943    
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Johanna Friederika Arens 1890-1960    
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Josef Anton Philipps 1914-1976    
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Frieda Philipps 1939    
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Bernd Josef Jansen 1969
 
 
 
Benutzte Quellen und Literatur:
 
BENDIX, Bernd: FERDINAND GABRIEL FUCKEL (1700-1753) – Wegbereiter einer modernen Forstwirtschaft in Russland. In: Allgemeine Forst- und Jagdzeitung, J.D. Sauerländer’s Verlag Bad Orb, 186. Jg. 2015, Heft 7/8, 
S. 150-163. 

Kirchenbücher St. Ludgeri Helmstedt

 

Paul Pommer - Der unpflegliche Gotteshauspfleger

(Bernd Josef Jansen)

Paul Pommer wurde in dem kleinem, etwa 2 km nordöstlich von Nürnberg gelegenen Weiler Weigelshof geboren und am 21. August 1728 in der nahen Kirche St. Jobst getauft. Weigelshof bestand damals aus 8 Anwesen und hatte etwa 40 Einwohner. Die Familie Pommer war seit 1649 in Weigelshof ansässig; in diesem Jahr heiratete Pauls Urgroßvater Johann Pommer Kunigunde, die Witwe des Weigelshofer Bauern Johann Rieß. Pauls Vater Paul Pommer (1703-nach 1766) war Gotteshauspfleger, Bauer und Dorfhauptmann, wie schon dessen Vater Johann (1656-1727) und Großvater Johann (um 1625-1703) vor ihm. Der Dorfhauptmann war für die Verbreitung und Befolgung landesherrlicher Gesetze und Befehle zuständig, überwachte die Dorfgemeinschaft und den Flurzwang, hob die waffenfähigen Männer auf, befehligte sie und setzte den Dorfhirten ein. Die Gotteshauspfleger (es gab derer immer zwei, die nach dem Vier-Augen-Prinzip gemeinschaftlich handelten) unterstanden der Aufsicht des Pfarrers, der aber kein Weisungsrecht ihnen gegenüber hatte. Sie verwalteten verantwortlich die Kirchengüter und das Bauwesen, organisierten Bau- und Reparatur der Kirche oder am Pfarrhof, dem Pfarrhaus und der Pfarrscheune oder am Schulhaus. Einnahmen und Ausgaben der Kirchengemeinde wurden in Gotteshausrechnungen notiert und jährlich dem Pfarrer zur Kontrolle vorgelegt. Den Ausgaben an Gebäuden oder Dingen wie Kommunionwein, Oblaten für das Abendmahl, liturgischen Gewändern usw. standen Einnahmen aus Verpachtungen von Kirchengut, Zinsfluss von verliehenem Geld und die Einkünfte aus der Kollekte gegenüber. Sowohl das Amt des Dorfhauptmannes, als auch das des Gotteshauspflegers waren angesehene Ehrenämter, die meist innerhalb der Familie vererbt wurden. Eine gewisse "Anständigkeit" und tadellose Lebensführung wurden dabei vorausgesetzt - aber nicht immer eingehalten...

Am 1. Weihnachtstag des Jahres 1748 taufte der Pfarrer von St. Jobst den am vorigen Heiligabend geborenen unehelichen Sohn Georg von Paul Pommer und der Helena Bammes. Dieses Weihnachtsgeschenk wir sicher nicht jedem in der Familie uneingeschränkte Freude bereitet haben. Georg Bammes, der Vater der Kindsmutter, war ebenfalls Dorfhauptmann, allerdings in Ziegelstein, etwa 3 km nördlich von Weigelshof, wo das Kind auch geboren wurde. Wenigstens blieb man unter sich. Vor Jahresende wollte man wohl noch die leidige Geschichte zu einem guten Ende bringen, denn am 30. Dezember notierte der St. Jobster Pfarrer lakonisch:

"Paulus Pommer, des Paulus Pommers, Bauers in Weigelshof E[helicher] S[ohn] u. Helena Bammesin des Georg Bammes, Bauers u. Dorfhauptmanns in Ziegelstein E[heliche] T[ochter] wurden, nachdem sie sich in Untzucht mit einander vergangen, wegen gewisser obwaltende Umstände ohne viele Weitläuffigkeiten vor dem Bette der Dirne copuliert"

Man kann sich die Situation gut vorstellen: im engen Schlafzimmer zusammengepfercht die Brautleute, deren Eltern, der Pfarrer und die Trauzeugen, das Kind daneben in der Wiege. Fehlt nur noch die Schrotflinte des Schwiegervaters, der den Bräutigam damit in Schach hält, und man hat ein wunderschönes Westernklischee aus Hollywood... Aber zurück zu den Fakten. In den nächsten 16 Jahren werden dem Paar weitere 11 Kinder in Ziegelstein und in Weigelshof geboren, von denen allerdings die Hälfte nach wenigen Tagen, Wochen oder Monaten sterben. Fünf Tage nach der der Taufe des zwölften Kindes wird Helena Bammes am 15. Januar 1765 in St. Jobst beerdigt. Offenbar starb sie, erst 35 Jahre alt, an den Folgen der Geburt, auch wenn dazu im Kirchenbuch nichts verzeichnet ist.

CC BY-SA 1.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=46782
Pfarrkirche St. Jobst in Nürnberg

Nach einem Jahr Witwerstand heiratete der nun 37jährige Paul Pommer am 2. April 1766 in Kraftshof die aus Lohe stammende 25jährige Kunigunda Pfann. Auch deren Vater Paul Pfann war in seiner Kirchengemeinde Kraftshof 27 Jahre lang Gotteshauspfleger. Es scheint wirklich so zu sein, dass die Familien der Gotteshauspfleger einen relativ geschlossenen Heiratskreis bildeten, denn auch Paul Pommers Mutter Christina Walbinger war Tochter und Enkelin eines Gotteshauspflegers. Siebeneinhalb Monate später wird in der Nacht des 17. Novembers 1766 die erste Tochter namens Gertraud in Weigelshof geboren und von der Hebamme notgetauft, jedoch ist sie "nach etlichen Stunden wieder verschieden". Der Pfarrer hatte allerdings nachgerechnet, denn er trug das Kind als "illegitim" ins St. Jobster Taufregister ein, mit dem Verweis, dass die Eltern erst am 2. April geheiratet haben. Nach Geburt eines weiteren Kindes im übernächsten Jahr werden dem Paar keine weiteren Kinder geboren. Da die Ehefrau mit 27 Jahren noch im gebärfähigen Alter war, ist dies ungewöhnlich. Denkbar ist vielleicht eine Komplikation bei dieser zweiten Geburt, nach der Kunigunda keine weiteren Kinder mehr bekommen konnte. Sie stirbt mit nur 39 Jahren und wird am 21. Januar 1780 in St. Jobst beerdigt. Der Pfarrer hat ins Sterberegister die Bibelstelle eingetragen, über die er die Leichenpredigt gehalten hat: Phil. 3, 20.21 "Unsere Heimat aber ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich alles unterwerfen kann." Auch dieser Text kann Hinweis sein auf eine Krankheit Kunigundes.

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Tod seiner zweiten Frau Kunigunde heiratet Paul Pommer am 15. Januar 1781 ein drittes mal, und zwar deren leibliche Schwester Margaretha Pfann. Der Bräutigam ist 52 Jahre alt, die Braut 30. Die Trauung findet aber nicht wie üblich in der Kirche statt, sondern "im Pfarrhaus in aller Stille". Der Grund dafür ist ersichtlich. Der Pfarrer von St. Jobst schreibt dazu einen bitteren Kommentar ins Trauregister:

"NB. Dieser Paul Pommer, ohneracht er verpflichteter Gotteshauspfleger war, hat doch ohne Vorwissen des drz. hochverordneten Stiftungspflegers, Hlo. E.E. Stromers hochwohlgeb. Gnaden, u. ohne mir eine Silbe davon zu sagen, bey d. löbl. Kyrchenamt in Nbrg. die dispensation seines verstorbenen Weibes leibl. Schwester zu heyrathen zu dürfen gesucht und auch erhalten, da in den ähnl. u. dergleichen vorigen Fällen iederzeit ein zeitiger Pleger durch den Pastoren Nachricht erhalten, u. die Sache ist verfüget, daß das halbe Dispensationsquantum das hiesige arme Gotteshaus empfangen, das ist wohl ein Gotteshauspfleger, aber kein Pfleger desselben."

Die Heirat mit der Schwester seiner verstorbenen Frau war kirchenrechtlich verboten, da durch die erste Eheschließung eine Verwandtschaft zur Schwägerin entstanden war. Von diesem Ehehindernis konnte man aber durch einen Dispens befreit werden. Dire Kirche St. Jobst war aus der 1356 geweihten Kapelle des dortigen Sichkobels (Leprosenhaus für Männer und Frauen) hervorgegangen und erst 1696 zur einer eigenen Pfarrei erhoben worden. Kirche und Sichkobel unterstanden einem Stiftungspfleger, der von der Pfarrei St. Sebald eingesetzt wurde. Um einen Dispens von einem Ehehindernis zu erhalten, musste der zuständige Pfarrer über den Stiftungspfleger beim Kirchenamt in Nürnberg einen Antrag stellen. Dieser normale Rechtsweg war von Paul Pommer hier umgangen worden, wodurch sich der Pfarrer natürlich übergangen fühlte. Zumindest die Hälfte der Gebühr für den Dispens kam dennoch der Kirche St. Jobst zugute. Vielleicht war es eine Akt der Rache des Pfarrers, dass er die anschließende Trauung nur "in aller Stille" im Pfarrhaus vollzogen hat, statt eine feierliche Zeremonie  in der Kirche abzuhalten. Strafe musste schließlich sein...

Margaretha Pfann gebar ihrem Mann drei Kinder, das letzte und somit 17. Kind ihres Mannes, die am 4. Oktober 1787 in Weigelshof geborene und am Tag darauf in St. Jobst getaufte Tochter Margaretha Catherina Pommer ist meine vierfache Urgroßmutter. Auch die dritte Ehefrau von Paul Pommer erreichte, wie ihre drei Vorgängerinnen, nicht einmal ihr 40. Lebensjahr, sondern verstarb mit nur 38 Jahren in Weigelshof und wurde am 29. Januar 1789 in St. Jobst beerdigt. Schon drei Monate später am 27. April 1789 heiratete der mittlerweile 60jährige Paul Pommer die 48jährige Jungfer Rebecca Maria Schwarz aus Weigelshof. Rebeccas Vater Johann Schwarz war diesmal kein Gotteshauspfleger, sondern Bestandgärtner und "Schweinestecher". Kinder gab es aus dieser Ehe keine mehr. Paul Pommer starb am 13. März 1808 in Weigelshof am "Brand" und wurde fünf Tage später in St. Jobst beerdigt. Er war, wie das Sterberegister mitteilt, 79 ½ Jahre alt und zum Zeitpunkt seines Todes "ältester Gotteshauspfleger" von St. Jobst. Rebecca Schwarz überlebte ihren Mann um 12 Jahre und starb 80jährig am 2. Dezember 1820 in Weigelshof. Sie wurde zwei Tage später in St. Jobst beerdigt.          

 Paul Pommer 1728-1808
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Margaretha Catherina Pommer 1787-1829
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Konrad Meier 1822-1866
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Theresia Meier 1863-1935
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Friedrich Anton Philipps 1887-1959
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Josef Anton Philipps 1914-1976
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Frieda Philipps 1939
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Bernd Josef Jansen 1969

 

Verwandte kann man sich nicht aussuchen:

 

     

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gretje Gerdes - eine "schändliche Person"

(Bernd Josef Jansen)

Lockere Sitten und zweifelhafte Moral sind kein ausschließliches Phänomen der heutigen Zeit. Auch schon früher gab es Menschen, die bewusst die gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit brachen, oder durch äußere Umstande dazu gezwungen wurden. Nicht nur in den Städten, wo geduldete Prostitution in bestimmten Vierteln oder Gassen stattfand, sondern auch auf dem "rückständigen Land" sprechen die Akten der Gerichte eine deutliche Sprache: neben Beleidigungen, Verleumdungen und den zahlreich vorkommenden Körperverletzungen sind auch Fälle von Ehebruch und "Unzucht", also Verkehr zwischen Unverheirateten, verzeichnet. In den Taufregistern der Kirchen sind uneheliche Kinder nicht so selten, wie man vielleicht heute glaubt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dreifaltigkeitskirche_(Collinghorst)#/media/File:ChurchCollinghorst.jpg
Dreifaltigkeitskirche Collinghorst

Einen vielleicht besonders schweren Fall haben wir mit Gretje Gerdes aus Collinghorst vor uns. Gretje wurde in Collinghorst geboren und am 23. November 1742 in der dortigen Dreifaltigkeitskirche getauft. Ihr Vater Gerd Folckerts war Tagelöhner und stammte aus Großoldendorf bei Remels, ihre Mutter Stine Lücken war gebürtige Collinghorsterin. Zwei ältere Geschwister starben als Kleinkinder, so dass Gretje mit ihrer nur etwa ein Jahr älteren Schwester Hilke aufwuchs. Die Mutter starb am 2. Februar 1759 in Collinghorst mit nur 50 Jahren und ließ ihren Mann mit seinen 17 und 16 Jahre alten Töchtern zurück. Hilke heiratete 1761 den aus Börger stammenden Eilert Gerdes, der wohl zu ihr ins väterliche Haus zog. Die Tatsache, dass Eilert katholisch war, wird im streng protestantischen Collinghorst sicher nicht gerne gesehen worden sein; dass die Braut bei der Trauung auch schon im zweiten Monat schwanger war, wird man kaum an die große Glocke gehängt haben. Die Kinder des Paares wurden allerdings alle evangelisch getauft, was darauf hinweist, dass Eilert den Glauben seiner Frau annahm. Bei zwei Kindern des Paares war Gretje 1762 und 1768 Taufpatin.

Gretje Gerdes selber war nicht verheiratet, bekam aber 1764 eine uneheliche Tochter Engel, die am 25. April dieses Jahres in Collinghorst getauft wurde. Der Vater des Kindes war der Collinghorster Bauernsohn Arend Ulpts, der Gretje allerdings nicht, wie in solchen Fällen meist üblich, nachträglich heiratete. So blieb Gretje mit ihrer Tochter im Haushalt ihrer Schwester und ihres Schwagers wohnen. Ihr Vater Gerd Folckerts musste diese Schande nicht mehr erleben, da er ein Jahr vorher am 27. Juni 1763 im Alter von 60 Jahren verstorben war. Als Mutter eines unehelichen Kindes stand Gretje sicher am Rande der dörflichen Gemeinschaft, und auch ihre Tochter wird als "Bastard" keinen leichten Stand gehabt haben. Zu allem Unglück bekam Gretje 1769 ein zweites uneheliches Kind, das am 16. August in Collinghorst auf den Namen Gerd getauft wurde. Als Vater des Kindes konnte (oder wollte) Gretje nur einen "Gerd aus Westfalen" angeben - der Vater war also längst über alle Berge.

Zum offensichtlichen Skandal kam es einige Jahre später. Als unverheiratete Frau mit zwei unehelichen Kindern konnte Gretje keinen eigenen Haushalt führen. Als Magd konnte sie ebenfalls nicht arbeiten, denn kein "anständiger" Bauer hätte ein solches gefallenes Mädchen in sein Haus aufgenommen. Man kann also davon ausgehen, dass Gretje weiterhin bei ihrer Schwester wohnen blieb. Die Beziehung zu ihrem Schwager Eilert Gerdes war offensichtlich besser, als es ihrer Schwester Hilke lieb sein konnte: am 10. Januar 1777 wurde Gretjes drittes "Hur-Kind", eine Tochter mit dem Namen Stientje, geboren und am 13. Januar in Collinghorst getauft. Vater des Kindes war ihr Schwager Eilert Gerdes. Der Collinghorster Pastor schrieb zu dieser Taufe eine bittere Bemerkung ins Kirchenbuch:

Taufe von Stientje Gerdes
Taufe von Stientje Gerdes

"NB. Der Vater dieses Kindes ist ihr Schwager, Eilert Gerdes, wie sie selbst bekant hat. Von dieser schändlichen Person sagen viele in der Gemeine, daß dieses, das 4te schon sey, und sie das dritte soll an die Seite gebracht und weggeschaffet haben. Ist es also, so räche Gott das unschuldige Blut an dem Leibe der Mutter und errette noch ihre Seele durch wahre Bekehrung. Amen."

Hinrichtung durch Ertränken

In Collinghorst gab es also das Gerücht, dass Gretje zuvor ein weiteres uneheliches Kind bekommen hatte, dieses dann tötete und heimlich verschwinden ließ. Ein schwerer Vorwurf, der aber ohne Folgen blieb, da er nur auf Gerüchten beruhte. Alleine die Tatsache, dass offenbar viele Collinghorster ihr so eine Tat zutrauten, sagt viel darüber aus, was ihre Mitmenschen (einschließlich des Pastors) über Gretje dachten. Was einer überführten Kindsmörderin drohte, zeigt der Fall der Styncke Wilmes aus Papenburg. Diese wurde am 31. März 1688 in Aschendorf auf dem Richtplatz beim Nienhaus öffentlich mit dem Schwert geköpft. Das Köpfen galt dabei als sehr "humane" Strafe und wurde in diesem Fall nur deswegen angewandt, weil Styncke Wilmes Vater das Kind in ihrem Auftrag umgebracht hatte (er war pikanterweise auch der Vater des Kindes, das er in blutschänderischer Weise mit seiner Tochter gezeugt hatte). Im Allgemeinen sah die damals gültige, 1532 von Kaiser Karl V. herausgegebene "Peinliche Halsgerichtsordnung" Constitutio Criminalis Carolina für Kindsmörderinnen das Pfählen, lebendige Begraben oder Auseinanderreißen des Körpers mit glühenden Zangen vor, in Ausnahmefällen konnte die Strafe zu "Ertränken" gemildert werden. (Artikel 131: "Jtem welches weib jre kind, das leben vund glidmaß empfangen hett, heymlicher boßhafftiger williger weiß ertödtet, die werden gewohnlich lebendig begraben vnnd gepfelt, Aber darinnen verzweiffelung zuuerhütten, mögen die selben übelthätterinn inn welchem gericht die bequemlicheyt des wassers darzu vorhanden ist, ertrenckt werden...")

Gretjes Tochter Stientje starb schon am 2. Oktober 1777 in Collinghorst. Von Grietje selbst gibt es in den dortigen Kirchenbüchern allerdings keinen Sterbeeintrag, ebenso wenig von ihrer Schwester Hilke und ihrem Schwager Eilert Gerdes. Auch die vier Kinder von Eilert und Hilke sind dort weder gestorben, noch haben sie in Collinghorst geheiratet. Die ganze Familie ist demnach aus Collinghorst weggezogen - wohin, ist unbekannt. Die beiden überlebenden Kinder Engel und Gerd tauchen einige Jahre später in Aschendorf wieder auf. Engel (Angela) Gerdes heiratet hier am 18. Mai 1784 den Knopfmacher Tobias Sabel, dessen Vater einst aus Böhmen ins Emsland gekommen war. Ihr Bruder Gerd Gerdes heiratet am 12. Februar 1793 die Bauerntochter Christina Fecker aus Aschendorf. Gretje Gerdes ist meine fünffache Urgroßmutter:

 

Gretje Gerdes *1742 + nach 1777
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Engel (Angela) Gerdes *1764 +1834
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Anna Margaretha Sabel *1787 +1856
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Peter Engelbert Jansen *1824 +1896
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Engelbert Jansen *1870 +1949
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Bernhard Jansen *1908 +1971
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Johann Jansen *1940
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Bernd Josef Jansen *1969     

 

Hermann Becker genannt Pistorius (1542-1592), ein Dörpener in Dänemark

(Bernd Josef Jansen)

In der St. Marienkirche in Dänischen Helsingör hängt ein Gemälde aus dem Jahre 1645, das den ehemaligen Pfarrer dieser Kirche, Magister Hermann Becker genannt Pistorius zeigt. Das Bild ist 192 x 100 cm groß und wurde 1645 von Caspar Kegelhoff Keilhau gemalt, dem Hofmaler von König Christian IV. von Dänemark. Es beruht auf einer älteren Vorlage und ist unten rechts mit "Pinxit C. Keilhau" signiert. Das Bild zeigt einen spitzbärtigen Mann in den mittleren Jahren. Bekleidet ist er mit einem schwarzen Gelehrtentalar mit weißer Halskrause. Rechts neben ihm steht ein hölzerner Tisch oder Altar mit Tischtuch, auf dem ein mit rotem Samt bezogenes Buch sowie ein Totenschädel liegen. Auf dem Schädel steht ein fast abgelaufenes Stundenglas, auf das sich seine rechte Hand stützt. Das Bild trägt die Inschrift:  

M. Hermannus Pistorius Torpensis Westphalus

Pastor Regius Isque Anno Novem Qui Obiit 1592 

Verbum Dei Praedicavit Ecclesiae Aulicae et Urbicae 

  Natus 1542 Pictus ex Archetypo Anno 1645 

Sumptibus Dn. Successoris

 

„M[agister] Hermann Pistorius aus Dörpen in Westfalen, königlicher Pfarrer, und zwar neun Jahre, welcher starb 1592, er predigte das Wort Gottes in der Kirche, am Fürstenhof und in der Welt. Geboren 1542. Gemalt 1645 nach einem alten Vorbild, auf Kosten seines Herrn Nachfolgers.“

Hermann Becker wurde demnach 1542 geboren. Sein Vater war wohl jener Hermann Becker, der zwischen 1566 und 1594 als Prädikant (evangelischer Pfarrer) in Dörpen nachweisbar ist, seine Mutter hieß dann Gebbeke. Hermann hatte eine Schwester namens Grete und mindestens zwei Brüder: Bruen (Bruno) und Mencke. Seinen Nachnamen "Becker" hat Hermann, wie es unter Gelehrten damals üblich war, zu "Pistorius" latinisiert. "Pistor" ist das lateinische Wort für "Bäcker". Über Hermanns Kindheit und Jugend ist nichts bekannt. Zuerst in Erscheinung tritt er 1568, als er als "Hermannus Pistorius Dorpensis" im Mai 1568 als Student an der Philosophischen Fakultät der Universität Rostock eingeschrieben wurde:  

Am 10. März 1573 wurde "Hermannus Pistorius Dorpensis Westphalus" zum Bakkalar und Magister promoviert, hatte also sein Studium erfolgreich abgeschlossen. Noch im gleichen Jahr erhielt er die Stelle des Zweiten Schlosspriesters und Rektors der "Johanneum" genannten Schule in der nordschleswigschen Residenzstadt Haderslev (deutsch: Hadersleben). Diese Stellung behielt er bis 1584. Noch in Haderslev heiratete er vor 1578 seine Frau Margarethe Jacobsdatter von Sivullens, über deren Herkunft nichts bekannt ist. 

Hermann Becker gen. Pistorius (1542-1592)
Hermann Becker gen. Pistorius (1542-1592)

1584 wurde Hermann zum Pfarrer der St. Marien-Kirche im dänischen Helsingör berufen. Gleichzeitig war er hier Schlosspriester von Schloss Kronborg. Die Marienkirche war die ehemalige Abteikirche des Karmeliterordens. Nachdem das Kloster 1536 im Zuge der Reformation aufgehoben und in ein Hospital umgewandelt worden war, stand sie leer und sollte schließlich abgerissen werden. Als Hansestadt hatte Helsingör eine starke Deutsche Gemeinde. Diese erbat sich nun die Kirche von dem selber deutschstämmigen König Friedrich II. und bekam sie 1576 von ihm zum Geschenk. Erster Pfarrer der von Deutschen und Niederländern besuchten Kirche wurde Hermann Maltzan, ihm folgte 1584 Herman Becker.

Am 16. September 1592 starb Hermann Becker genannt Pistorius im Alter von nur 50 Jahren und wurde in der Marienkirche begraben. Vielleicht starb er an einer ansteckenden Krankheit, denn nur drei Wochen später folgte ihm seine 14jährige Tochter Abigael ins Grab, und fünf Wochen später sein 10jähriger Sohn Bruno. Neben Abigael und Bruno hatte Hermann Pistorius noch vier weitere Söhne Antonius, Povil (Paul), Christian und Hermann und eine Tochter Katharina. Hermanns Witwe  Margaretha wurde von seinem Amtsnachfolger, dem 1567 in Wittenberg geborenen Augustinus Sand geheiratet. Dies war damals übliche Praxis und hatte für beide Seiten seine Vorteile. Die Witwe wurde finanziell abgesichert und der Nachfolger erhielt einen bereits fertig möblierten Haushalt und eine Gattin, die mit den Arbeitsabläufen eines Pfarrhauses vertraut war.  

Grabstein Marienkirche Helsingör
Grabstein Marienkirche Helsingör

Augustinus Sand war es dann auch, der Hermann Becker einen Grabstein stiftete. Dieser trägt eine lateinische Inschrift:

Hermannus Pistorius vir pius et bonus religionis virtutum doctrinæque studiis probe excultus scholæ Haderslebianæ per XI. annos rector diligentiss. dein huius Germanicæ ecclesiæ per IX. ann pastor fideliss. lætus spe melioris vitæ his ærumnis excessit XVI. septemb. anno Chr. MDXCII ætat. L. quem indolis formæque elegantissimæ filia Abigael tertia septimana anno æt. XIV optimique ingenii filiolus Bruno quinta septimana æt. an. X subsequebantur.

Herman Pistorius, ein frommer und guter Mann, hoch gebildet durch Studium der Religion, Tugend und Gelehrsamkeit, 11 Jahre lang ein sorgfältiger Rektor der Schule in Hadersleben, dann 9 Jahre lang treuer Pfarrer dieser deutschen Kirche. Fröhlich in der Hoffnung auf ein besseres Leben, verließ er dieses Jammertal am 16. September im Jahr Christi 1592 im Alter von 50 Jahren. Ihm folgten in der dritten Woche seine Tochter von außergewöhnlicher Schönheit Abigael, ihres Alters 14 Jahre, sowie in der fünften Woche sein hervorragend begabter Sohn Bruno im Alter von 10 Jahren.

Margarethe Jacobsdatter von Sivullens starb am am 28. August 1611. Ihr Mann Augustinus Sand heiratete 1614 Anna Rhuman (* 1567 + 10.12.1648), die Tochter des Königlichen Hofschneiders und Verwalters der Kleiderkammer Hans Rhuman. Er blieb noch bis 1624 Pfarrer in St. Marien und Schlosspriester in Kronborg, zog dann aber nach Roskilde, wo er seit 1624 Kanoniker war. Am 31. Dezember 1649 starb er dort hochgeachtet als Königlicher Hofprediger und Vertrauter von König Christian IV. von Dänemark. Augustinus und seine Frau Anna sind im Dom von Roskilde unter einem prächtigen Epitaph beerdigt.  Auf Kosten von Augustinus Sand wurde 1645 auch das oben genannte Gemälde von Hermann Pistorius gemalt. Da es auf einer älteren Vorlage beruht, wird Hermann auch tatsächlich so ausgesehen haben. Somit dürfte es das älteste realistische Bild eines Dörpeners sein, das es weltweit gibt.

Hermann Becker genannt Pistorius ist der Bruder meines Vorfahren Bruno Becker:

Hermann Becker ca 1515-nach 1594
& Gebbeke N †nach 1568
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Bruen Becker ca 1540-nach 1606   Hermann Becker genannt Pistorius 1542-1592
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Hermann Bruns ca 1575-nach 1631    
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Johann Bruns ca 1605-1679    
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Sigbert Bruns 1650-nach 1703    
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Johann Sivert Bruns 1677-nach 1709    
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Bernd Bruns 1709-nach 1734    
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Catharina Margaretha Bruns 1734-nach 1765    
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Anna Helena Schnieders 1765-1830    
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Theodor Schröder 1793-1855    
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Conrad Schröder 1840-1887    
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Margaretha Schröder 1882-1945    
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Katharina Anna Albers 1919-2004    
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Frieda Philipps 1939    
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Bernd Josef Jansen 1969